Europäische Union ergänzt die Gesundheitspolitik

Europäische Union ergänzt die Gesundheitspolitik Titelbild

Menschen gehen in ihrem Leben durch vielerlei Phasen, viele Prozesse und viele Abschnitte. Einige davon verlaufen in Gesundheit, andere in Krankheit. In unseren Breitengraden spielt auch die Gemeinschaft eine große Rolle. Nicht nur die individuelle Gemeinschaft, sondern auch die staatliche, von Politikern und anderen Volksvertretern geführte.

Dementsprechend wichtig ist Gesundheitspolitik – was sie beinhaltet, wie sie geführt und gelebt wird und wer welche Verantwortung trägt. Die Europäische Union ist eine dieser großen Gemeinschaften und hat in diesem Bereich einen gewissen Spielraum und dementsprechende Möglichkeiten.

Diese gelten nicht als eigenes Gesundheitssystem, sondern als eine Ergänzung, die den einzelnen Nationalstaaten unter die Arme greifen und sie in einem gesunden Lebensstil unterstützen soll.

Was versteht man unter Gesundheitspolitik?

Was versteht man unter der GesundheitspolitikUnter diesem Begriff versteht man im Normalfall den Bereich in der Politik, der sich mit der Organisation und Steuerung des Gesundheitssystems auseinandersetzt. Dazu gehört die Reglementierung von Krankenversicherungen, der Pharmaindustrie, Krankenhäusern, Arztpraxen, sowie sämtlichen Bereichen, die damit zusammen hängen.

Gesundheitspolitik bedeutet auch, die Bereiche, die die Gesundheit von Bürgern indirekt beeinflussen, mit einzubeziehen. Dazu können zum Beispiel die Umwelt, Wohnsituation und Freizeit zählen, da sich diese oftmals stark auf die Gesundheit eines Bürgers auswirken können.

Der Begriff ist also relativ weit gestreut und hat viele Aspekte, die berücksichtigt werden sollten. Die Finanzierung eben solcher Investitionen zur Gesundheit des Bürgers zählen ebenso zu den Punkten, die als Teil dieser Art von Politik gesehen werden. Es wird also alles darunter verstanden, was letztlich Einfluss auf die Gesundheit nehmen kann, ob direkt oder indirekt.

Welche Rolle spielt die Europäische Union?

Die Europäische Union selbst hat keine direkte Gewalt über das Gesundheitssystem und dementsprechender Politik der einzelnen Staaten, sondern ist nur in der Lage, diese zu ergänzen. Das bedeutet, dass der direkte Einfluss auf die gesundheitliche Politik nur der betroffene Nationalstaat selbst hat und auch dementsprechende Verantwortung trägt.

Die Europäische Union hat also einen unterstützenden Charakter im Bezug auf die Gesundheitspolitik und agiert nach dem Subsidiaritätsprinzip. Sobald Probleme nicht vom einzelnen Nationalstaat selbst gelöst werden können, darf die Europäische Union also eingreifen – aber auch nur dann.

Eigenmächtig und ohne Zustimmung der Staaten dürfen keine Maßnahmen ergriffen werden. Die Europäische Union birgt also Potenzial dafür, eine große Rolle zu spielen, doch bisher ist sie allenfalls Unterstützer und wie bereits beschrieben, eine Ergänzung.

Welche Bereiche umfasst die EU-Gesundheitspolitik?

Die Bereiche, in denen die Europäische Union aktiv werden darf, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, sind sehr vielseitig. Vor allem aber die Prävention von Krankheiten durch innovative Gesundheitssysteme und der Schutz vor grenzübergreifenden Gesundheitsgefahren spielen dabei eine bedeutende Rolle.

Die Europäische Union bietet also Hilfe zur Selbsthilfe und ist so in der Lage, Staaten und deren Gesundheitssysteme nachhaltig zu verbessern und die Lebensqualität der ansässigen Bürger positiv zu beeinflussen. Dabei umfasst die EU hauptsächlich die Bereiche Erziehung zur Gesundheit, sowie Schaffen eines gesunden Umfeldes durch verbessern der gesundheitsfördernden Institutionen und deren Verantwortung.

Welche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden unternommen?

Welche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden unternommenDie Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitspolitik innerhalb der Europäischen Union beziehen sich auf das allgemeine Verbessern der Gesundheit der Bürger. Das bedeutet, dass zum einen für mehr Bewegung, gesunde Ernährung und einen gesunden Lebensstil geworben wird, sowie die Möglichkeiten dazu geboten werden. Dabei wird vor allem auf die Vermeidung von ungesundem Übergewicht und Folgekrankheiten geachtet.

Die Europäische Union ist außerdem in der Lage, die Gesetzeslage um zum Beispiel Tabak oder Alkohol zu verschärfen, und auch somit die Bürger vor den negativen Auswirkungen zu schützen. Vor allem Neugeborene und Kinder sollen vor solch negativen Einflüssen geschützt werden.

Ein Beispiel hierfür ist der Plan, dass Lebensmittelhersteller die Inhaltstoffe genauer und sichtbarer angeben, sodass ungesündere Produkte gemieden würden. Gleichzeitig soll ein gesunder Lebensstil attraktiver und kostengünstiger werden. Die strengere Reglementierung von Alkohol und Tabak, sowie höhere Kosten sollen abschreckend wirken und gesundheitsschädliches Verhalten unattraktiver machen.

Eine weitere Maßnahme ist das Sicherstellen von hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards von z.B. Organen und Substanzen menschlichen Ursprungs, sowie von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Die Maßnahmen der Europäischen Union beziehen sich also im großen und ganzen auf eine Schwächung der ungesunden Umwelt des Bürgers, und der Stärkung eines gesunden Lebensumfeldes.

So soll der Bürger selbst zur Gesundheit erzogen werden und die Gesundheit bis ins hohe Alter gewährleistet werden. Genutzt werden dafür hauptsächlich strenge Reglementierungen, anheben der Standards und Werbemaßnahmen für einen gesunden Lebensstil.

Bewertung

Die Europäische Union selbst gibt sich alle Mühe, die Gesundheitspolitik innerhalb ihrer Staaten positiv zu beeinflussen, ohne dabei deren Souveränität zu verletzen. Ihr Fokus liegt dabei auf Werbung, Regeln und Gesetzen. Wie bereits erwähnt, ergänzt sie das Gesundheitssystem der Staaten nur, und führt es nicht.

Wirklich beeinflussen kann die Europäische Union den Gesundheitszustand ihrer Länder allerdings nicht. Der einzelne Bürger wird, trotz strenger Regeln oder mehr Bildung in Sachen Gesundheit, das kaufen, was sein Geldbeutel zulässt und einen Lebensstil leben, der für ihn erschwinglich ist.

Sicher ist es ein guter Grundgedanke, den Menschen zur Gesundheit zu erziehen, dementsprechend wichtig ist die Aufklärung und Ergänzung der Europäischen Union zu dem Thema. Doch muss ein gesundes Leben dem Menschen auch finanziell ermöglicht werden, sodass die EU auch hier mehr ansetzen sollte.

Niemand wird einen Lebensstil leben, den er sich nicht leisten kann, ganz egal wie gesund oder ungesund er auch sein mag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.